Mittwoch, 18. April 2012

Betreuungsgeld für eine Selbstverständlichkeit?


Wer Kinder in die Welt setzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie betreut werden müssen. Das ist doch ganz selbstverständlich, meinen Sie? Meine ich auch, aber ab 2013 soll eine Prämie von 150€ dafür gezahlt werden, wenn man es selber tut, statt das Kind schon vor seinem vierten Lebensjahr in die KITA zu geben. Das Geld sollte doch besser in den Ausbau von Kindergärten oder deren Neuerrichtung gesteckt werden. Wo werden die 150€ denn landen, sie werden bestimmt nicht oft nur zum Kindeswohl eingesetzt werden. Da werden dann meist Löcher in der Haushaltskasse mit gestopft , glaube ich. Will ich dafür meine Steuern verwendet wissen, nein, absolut nicht. Wer vor dem 3. Geburtstag seines Kindes arbeiten gehen möchte, muss sich über eines klar sein, es wird schwierig werden mit der Betreuung. Es sei denn, es springen die Großeltern ein, Tagesmütter sind verfügbar oder es gibt einen bezahlbaren Krippenplatz. In der ehemaligen DDR schien es damit kein Problem gegeben zu haben, da war von Seiten des Staates ganz selbstverständlich dafür gesorgt, dass die Kinder versorgt waren und die Frauen ohne Sorge arbeiten gehen konnten. Das heißt jetzt nicht, dass ich diesem Regime sonst irgendetwas abgewinnen konnte, aber diese Sache schien mir dort doch besser gelöst gewesen als hier im Westen. Wie haben die das bloß gemacht?

P.S.: Das Bild zeigt den Spielplatz in Issum-Sevelen hinter dem Kindergarten "Os Hött". Sehr zu empfehlen, beides, Kindergarten und Spielplatz.
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