Sonntag, 18. November 2012

Es interessiert mich ...


Ich liebe Stacheln, nicht nur gepaart mit kleinen Blättern, auch an Menschen

Immer wieder sonntags .. ich weiß nicht warum, überkommen mich morgens schon, bei einer Tasse Kaffee, kritische Gedanken. Ich lasse meist die Woche Revue passieren und wenn ich mich nicht gerade privat sorgen muss, dann überdenke ich auch mal wieder das Weltgeschehen. Das kann ich doch nicht lassen, obwohl ich eigentlich die Augen schließen wollte vor all dem Elend. So nach dem Motto: Sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen, ich will nur meine Ruhe haben. Es gelingt mir nicht, es interessiert mich doch.

So wie zum Beispiel der Nah-Ost-Konflikt. Ich finde es unerträglich, dass die Israelis und die Palästinenser immer wieder mit Waffengewalt gegeneinander vorgehen. Ich bin für die Anerkennung eines Palästinenser-Staates. Meiner Meinung nach ist das schon lange überfällig. Warum sollte es kein friedliches Nebeneinander geben? Die vielen Toten sind absolut unnötig, jeder Einzelne ist einer zuviel.

Laut "Spiegel" hat der norwegische Massenmörder Anders Breivik einen Brief an die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe geschrieben, indem er die Taten der Terrorzelle lobt und sie auffordert ihren Prozess zu rechtsextremischer Propaganda zu nutzen. Es befremdet mich sehr, dass ein einsitzender Massenmörder Briefkontakt zu einer vermutlichen Massenmörderin aufnehmen kann und sein krankes Gedankengut noch weiter verbreiten darf. Das ist ein Schlag ins Gesicht beider Opfer. Da würde ich eine Briefzensur für absolut notwendig halten. Was heißt hier Zensur, der Typ dürfte wegen mir nur aufs Toilettenpapier schreiben und dann ab in den Abfluß.

Das ARD startete eine Themenwoche mit dem Motto: Leben mit dem Tod. Der Tod ist allgegenwärtig, leicht wird er verdrängt. Ich möchte, im Kreise meiner Lieben, mit ihnen gemeinsam, sehr gerne sehr alt werden.Das liegt nicht in meiner Hand und das ist auch gut so. Beeindruckt hat mich gestern ein Fernsehbeitrag über den Tod und das Begräbnis eines türkischen Muslims. Er war hier in Deutschland Gastarbeiter der ersten Generation und sah sein Geburtsland, die Türkei, immer als seine Heimat an. Er wollte in der Heimaterde begraben sein und das wurde er auch nach muslimischen Richtlinien. Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie seine Familie in der Trauer und Bewältigung der anstehenden Notwendigkeiten von der muslimischen Gemeinde hier in Deutschland und in der Türkei aufgefangen wurden. Alles hatte seinen Stellenwert im Ablauf und die trauernde Familie war nie allein. Meine Hochachtung dafür. Das mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen, gelingt mir nicht und ich finde, da können wir ganz viel von lernen.

So könnte ich jetzt noch viele Themen aus meiner Sicht heraus beleuchten und meine Meinung dazu äußern. Fast jedes Thema wäre es mir wert. Genug für heute, es kommen ja noch andere Tage.    
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