Samstag, 26. Oktober 2013

Frei wie ein Vogel Teil 4

Von Wesel aus sind es wohl noch so um die 45 km bis Haltern und wir fuhren über die Bundestraße 58. Sie schlängelt sich überwiegend übers platte, grüne Land und durchquert nur kleinere Ortschaften. Keine so besonders reizvolle Tour, aber auch nicht stressig zu fahren, beschaulich eben. Nach einer Stunde Fahrtzeit sahen wir den Halterner See durch die Bäume schimmern und wir suchten uns einen Parkplatz, um ans Wasser zu kommen. 


Den Parkplatz fanden wir schnell, aber ans Wasser kamen wir nicht. Es war alles eingezäunt, man konnte nicht ans Ufer gelangen. Ab ins Auto und ein Stück weitergefahren. Am Hotel Seehof direkt am See hatten wir dann Glück. Wir parkten gleich gegenüber an einer kleinen Uferpromenade mit mehreren Bänken. Eine davon war gleich für uns reserviert. Der Ausblick war nicht so schön wie auf den Auesee in Wesel, aber wir wollten ja mal was von der Welt sehen. Hier herrschte auch reger Betrieb, das schöne Wetter hatte viele Menschen hierher gelockt, so wie uns ja auch. 


Den ganzen Morgen schon in der Sonne, die gute Luft geatmet, das machte uns doch hungrig. Mein Mann und ich waren beide schon als Kinder, unabhängig voneinander, jeweils mit den Eltern, auf dem Prickingshof in Haltern-Sythen bei Bauer Ewald. Das war und ist ein ganz beliebtes Ausflugsziel, von weit her kamen und kommen die Menschen, um dort dann auch lecker und üppig zu essen. 



Das war es, was sich unsere Eltern mal leisten konnten: einen Tagesausflug. Der Prickingshof lässt hinter die Kulissen der Landwirtschaft sehen und zeigt auch all seine Tiere. Wir waren als Kinder beeindruckt davon und später waren es dann unsere Söhne genauso. Wo sieht man schon einen Riesen-Zuchtbullen, so schöne Pferde, so dicke Schweine, so wuschelige Küken. Es gibt dort auch einen Rhododendron-Park, in voller Blüte ist er sehr farbenfroh und schön anzusehen. Dann kann man leckere Wurstwaren, Fleisch und Backwaren, Obst und Gemüse einkaufen. Das haben wir im Laufe der Jahrzehnte auch gerne immer wieder mal getan. Mit unserer Tradition dort lecker essen zu gehen sollte nicht gebrochen werden, also dann, auf auf an die Fleischtöpfe. 
Fortsetzung folgt
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